Elektronische Zutrittskontrolle – Top Schutz für Immobilien

Die elektronische Zutrittskontrolle ist die technologische Weiterentwicklung des klassischen Schlüssels und Schließzylinders. Hier findest Du mehr zur Historie des Schlüssels. Heute ist die elektronische Zutrittskontrolle noch hauptsächlich im gewerblichen Bereich bekannt. Drehkreuze an Eingangstüren, ID-Scanner und ähnliches sind im beruflichen Umfeld schon lange Usus. Mehr und mehr gibt es allerdings auch elektronische Zutrittskontrollen für private Immobilien. So finden sich sehr einfache technische Systeme, wie ein Garagentorsteuerungssystem bereits in vielen Haushalten und erleichtern so den Alltag. Wir erklären dir, worum es bei der elektronischen Zutrittskontrolle geht.

Vorrichtungen und Einsatzbeispiele für elektronische Zutrittskontrollen

Öffnung eines RFID-Türschlosses mit einem Transponder

Öffnung eines RFID-Türschlosses mit einem Transponder

Beispiele elektronischer Zutrittskontrollen hat jeder bereits gesehen. Im beruflichen Kontext bekommt man als Mitarbeiter meist eine ID-Karte, mit Hilfe derer man die Empfangskontrolle passieren kann. Auch haben einige Firmen bereits auf RFID-Türschlösser aufgerüstet, welche der Mitarbeiter über einen kodierten Chip in einem Transponder öffnet. Im privaten Bereich gibt es Smartlocks, die mit dem Smartphone betrieben werden, oder auch Finger-Scan-Schlösser. Am meisten genutzt wird von Privathaushalten bislang das Codeschloss, bei welchem man ähnlich dem Handypin, einen vier bis achtstelligen Pincode zum Öffnen der Tür eingibt. Ebenso beliebt im Privatkundenbereich ist das anfangs erwähnte elektronische Garagentorsteuerungssystem.

Besonders im gewerblichen Kontext wird eine elektronische Zutrittskontrolle meist in Verbindung mit einem komplexem Schließanlagensystem eingesetzt. Über Schließanlagen, Ihre Vorteile und Risiken findest Du hier weitere Informationen.

Vorteile der elektronischen Zutrittskontrolle

Im Vergleich zu traditionellen Verfahren bietet die elektronische Zutrittskontrolle einige Vorteile. Für Privatleute sind diese Vorteile vordergründig Komfort bedingt. Beim Beispiel des Garagentors bleibend, muss man nicht erst aus dem Auto aussteigen um den Wagen zu parken sondern kann bequem vom Auto aus das Tor öffnen. Der Toröffner wird dabei meist direkt im Auto angebracht, was verhindert, dass man das sogenannte Ident-Mittel verlegen, verlieren oder einfach vergessen kann. Im gewerblichen Bereich sind elektronische Zutrittskontrollen um ein vielfaches verbreiteter. In Summe hat die elektronische Zutrittskontrolle folgende Vorteile:

  • Einfache Bedienung – die meisten elektronischen Zutrittskontrollen operieren mit einfachster oder sogar ohne Software und sind simpel in der Benutzung
  • Gut verstaubare Ident-Mittel – ob ID-Karte für den Gebäudezutritt, Druckknopf für das Garagentor, Zimmerkarte für das Hotel, sofern Ident-Mittel benötigt werden, sind diese leicht verstaubar
  • Geringe Verlustkosten – verloren gegangene ID-Karten können gesperrt und Zutrittscodes geändert werden; dadurch spart man die Kosten, welche Beispielsweise ein kompletter Ersatz einer Schließanlage mit sich führt
  • Individuelle Berechtigungen – einzelne Bereich können über ein und das selbe Ident-Mittel gesperrt oder freigegeben werden, oder ein Zutritt nur zu bestimmten Zeiten eingestellt werden
  • Automatisierte Zutrittsprotokolle – viele Systeme können automatische Protokolle erstellen und im beruflichen Kontext so zum Beispiel die Zeiterfassung ergänzen
  • Kombinierbarkeit mit Alarmanlagen – elektronische Zutrittskontrollen können Missbrauch melden und mit einer Alarmanlage verbunden werden

Die Funktionsweise elektronische Zutrittskontrollen

Elektronische Zutrittskontrollen bestehen meist aus drei Komponenten: Sensor, Zentrale und Aktor. Der Sensor ist das Ident-Mittel, mit welchem dem individuellen Nutzer Zutritt gewährt wird. Erinnern wir uns an unsere Anfangsbeispiele, kann ein Sensor ein Smartphone, ein Transponder mit Chip-Karte, eine ID-Karte oder auch ein biometrisches Merkmal wie ein Fingerabdruck sein. Der Sensor dient innerhalb einer elektronischen Zutrittskontrolle der Identifikation des jeweiligen Benutzers. Der Sensor sendet dann die individuellen Daten an die Zentrale, die zweite Komponente der elektronischen Zutrittskontrolle. Dort wird die Identität überprüft und ein gegebenenfalls zugewiesenes Zutrittsrecht erteilt. Die Zentrale kann entweder Online arbeiten, das heißt sie sendet Informationen an einen Computer oder ähnliches wo die Zugriffsrechte in Summe gespeichert sind, oder Offline arbeiten, in welchem Fall das einzelne Schloss programmiert ist. Entsprechend der Prüfung sendet die Zentrale dann Signale an die dritte Komponente, den Aktor. Der Aktor ist der Teil der elektronischen Zutrittskontrolle, welcher den Zutritt tatsächlich gewährt. Als Aktor kommen unter anderem Türöffner oder Drehkreuze in Betracht.

Sicherheit elektronischer Zutrittskontrollen

Die Sicherheit elektronischer Zutrittskontrollen steigt seit Jahren mit dem technischen Fortschritt an. Der Sicherheitsgrad eines individuellen Systems hängt dabei insbesondere vom jeweiligen Identmittel ab. Biometrische Verfahren und Systeme gelten in diesem Zusammenhang als sicherste Systeme, da die Ident-Mittel wie Fingerabdrücke und Retina-Scans gar nicht oder nur in sehr begrenzten Umfang gefälscht werden können. ID-Karten mit einem Magnetstreifensystem sind hingegen am einfachsten nachmachbar. Aus diesem Grund gibt es nur noch selten, zum Beispiel in Großhotels, elektronische Zutrittskontrollen basierend auf diesen Ident-Mitteln. Generell lassen sich Ident-Mittel dann besonders leicht kopieren oder fälschen, wenn die gespeicherten Daten nicht verschlüsselt oder anderweitig geschützt wurden. Möglich ist daher zum Beispiel auch, eine ID-Karte mit einem Pin zu verknüpfen.

Vorsicht ist geboten bei elektronischen Zutrittskontrollen die mit aktiven Ident-Mitteln arbeiten. Als aktives Ident-Mittel bezeichnet man solche Sensoren die zum Beispiel Batteriebetrieben ein Signal auf Funk oder Infrarot basierend aussenden, welches dann von der Zentrale gelesen wird. Diese gesendeten Signale können unter Umständen abgefangen und rekonstruiert werden. Einbrecher können sich so leicht über eine Kopie des Ident-Mittels Zutritt verschaffen.

Ein weiterer ausschlaggebender Punkt in der Sicherheitseinstufung einer elektronischen Zutrittskontrolle ist, ob sich die elektronische Zutrittskontrolle stets wieder selbstständig verriegeln. Ist ein erneutes Signal erforderlich, um den jeweiligen Zugang zu sperren, könnte dieser blockiert werden und Unbefugte erlangen, einer berechtigten Person folgend, Zutritt zum Gebäude. Ein altbekanntes Beispiel dafür sind die ersten Zentralverriegelungen mit Funk, die in der Automobilindustrie eingesetzt wurden. Manche von ihnen ließen sich mit einfachen Funkgeräten stören.

Letztlich bietet die elektronische Zutrittskontrolle vor allem einen besonderen Vorteil in Punkto Sicherheit gegenüber einer normalen Schlüsselanlage: Ident-Mittel lassen sich im Verlustfall zeitnah sperren und vergleichsweise günstig ersetzen. Ein gestohlener Transponder zum Beispiel kann so innerhalb kürzester Zeit unschädlich gemacht werden.

Die elektronische Zutrittskontrolle als Standard

Heutzutage ist die elektronische Zutrittskontrolle weitgehend als Standard zu betrachten. Mechanische und mechatronische Systeme sind zwar in Einzelfällen noch erforderlich, ansonsten überwiegen aber die Vorteile der elektronischen Varianten. Zurzeit gilt dies hauptsächlich noch für den gewerblichen Bereich, doch auch im Privatbereich wird die elektronische Zutrittskontrolle mehr und mehr eingesetzt. Ob beim Auto, bei der Garage oder an der Haustür – entsprechende Anlage werden immer häufiger verbaut und sorgen nicht nur für höheren Wohnkomfort, sondern auch für mehr Sicherheit! Zu den Vor- und Nachteilen der elektronischen Zutrittskontrolle kann Dich ein seriöser Schlüsseldienst oder eine private Sicherheitsfirma beraten.