Eine gute Türsicherung ist Schutz vor Einbrechern und ungebetenen Gästen

Die Türsicherung gehört zu den Grundbausteinen des Einbruchschutzes. Heutzutage weiß jedes Kind, dass eine unverschlossene, lediglich zugezogene Tür leicht zu öffnen ist. Trotzdem lassen viele Personen, einer Umfrage im Auftrag einer Versicherung aus dem Jahr 2013 sogar 37% der Deutschen, die Haustür regelmäßig unverschlossen wenn sie das Haus verlassen. Doch nicht nur unverschlossene Türen sind leicht zu öffnen. Auch das Tür Abschließen schützt nur bedingt vor ungebetenen Gästen und Einbrechern. Mit Hilfe einer Türsicherung kann man aber dafür sorgen, dass sich ein Eindringen deutlich schwieriger und vor allem zeitlich länger und lärmintensiver gestaltet.
Damit Einbrecher nicht einen verlorenen Schlüssel nutzen können, sollte man Schlösser schnellstmöglich austauschen, oder aber elektronische Zutrittskontrollen neu codieren. Es ist wichtig, dass man an Schlüsselbunden nie die eigene Adresse befestigt. Haben Einbrecher über einen Schlüssel Zutritt zur Wohnung erlangt, zahlt in vielen Fällen die Hausratsversicherung nicht.

Diese Arten der Türsicherung gibt es

Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten im Rahmen der Türsicherung, um das eigene Zuhause vor Eindringlingen jeder Art zu schützen. Manche der dazu erforderlichen Komponenten gehören heutzutage bei einer guten Tür dazu und werden bereits mitverkauft, wenn man eine neue Tür einbauen lässt. Andernfalls kann man in vielen Fällen auch Türsicherungen nachrüsten, zum Teil auch gut in Eigenregie.

Türsicherung zum Schutz vor Trickbetrügern

Wenn man selbst im Haus ist, benötigt man in der Regel keinen Schutz vor Einbrechern. Einbrecherbanden kundschaften die Gegend und das Gebäude vor einem Einbruch aus und steigen in den allermeisten Fällen nur dann ein, wenn die Wohnung leer ist. Trotzdem können auch wenn man selbst zu Hause ist, gewissen Türsicherungselemente einen guten Schutz zum Beispiel vor Trickbetrügern darstellen. Die folgenden Türsicherungselemente helfen Dir, wenn Du Dich selbst im Haus befindest, unerwünschten Besuch an der Haustüre abblitzen zu lassen

Der Türspion

Kauft man eine neue Haustür für die eigene Wohnung findet man fast keine Türen mehr, die ohne Türspion oder Glaselemente auskommen. Ein Türspion ist eine kleine, in die Tür eingelassene Linse. Der Türspion ermöglicht es jemandem der in der Wohnung ist, nach draußen zu gucken. Gleichzeitig verhindert der Türspion durch seine charakteristische Wölbung, dass jemand der von außen vor der Tür steht hineinschauen kann. Klingelt es also an der Haustür, kann man erst einmal überprüfen wer geklingelt hat bevor man die Tür öffnet.

Die Gegensprechanlage

Eine Gegensprechanlage ermöglicht ebenfalls, den Zutritt zum Haus vor Drücken des Türöffners zu regulieren. Besonders in Mehrfamilienhäusern hilft eine Gegensprechanlage, den Zutritt zum Hausflur zu regulieren. Die Gegensprechanlage gehört zur Standardausrüstung in Sachen Türsicherung fast aller Wohngebäude.

Gegensprechanlage mit Videofunktion

Eine Gegensprechanlage mit Videofunktion ist quasi eine Kombination aus klassischer Gegensprechanlage und Türspion. In der Türsicherung vor Trickbetrügern stellt sie die beste Lösung dar. Man kann Personen, die an der Haustür klingeln optisch identifizieren und zusätzlich noch ein Gespräch führen.

Sperrbügel und Sperrketten

Ebenfalls nur aus der Wohnung heraus funktionieren die Türsicherungen Sperrbügel und Sperrkette. Bei diesen Türsicherungen legt man von innen einen Bügel oder eine Kette vor die Tür. Diese Türsicherungen haben den Vorteil, dass man die Haustür einen Spalt öffnen kann, um die Person vor der Haustüre zu identifizieren. Sind Sperrbügel und Sperrkette gespannt, können sie nicht entsichert werden. Hat man also keinen Türspion, kann man die Tür mit Hilfe von Sperrbügel und Sperrkette öffnen, den Besuch identifizieren, die Tür wieder schließen, Sperrbügel und Sperrkette entfernen und dann die Tür vollständig öffnen.

Türsicherung zum Schutz vor Einbrechern

Ist man nicht im Haus möchte man sein Hab und Gut ebenfalls vor unerwünschtem Eindringen schützen. Viele Einbrecher kommen durch die Haustür in die Wohnung. Besonders in Mehrfamilienhäusern ist die Haustür der beliebteste Zugang von Einbrechern. Hier findest Du weitere Informationen über Einbruchstatistik. Eine gute Türsicherung erschwert Einbrechern das Leben. Bei einem Einbruch kommt es meist auf Schnelligkeit und Geräuschlosigkeit an, damit Nachbarn und Passanten nicht alarmiert werden. Die meisten Türsicherungen zum Einbruchschutz setzen daher darauf, das Aufbrechen der Tür zu komplizieren und nur mit schweren Werkzeugen möglich zu machen.

Das einbruchhemmende Türschild

Als Türschild bezeichnet man die Platte, welche das Schlüsselloch und den Türgriff, oder Türknauf abdeckt. Bei der Montur wird das Türschild entweder an zwei oder an drei Stellen verschraubt, je nachdem ob es sich um ein Kurzschild oder ein Langschild handelt. Türschilder sind dann besonders sicher, wenn die Verschraubungen nicht sichtbar sind und das Türschild nicht aus der Tür hervorsteht. Man spricht von einem einbruchhemmenden Türschild. Ist dies nicht gegeben, kann nämlich das Türschild abmontiert oder weggehebelt und der darunter liegende Schließzylinder einfacher manipuliert werden.
Besonders bei älteren Türmodellen, zum Beispiel in Altbauten, gibt es zum Teil noch Türschilder die nicht einbruchhemmend sind. In diesem Fall lohnt es sich, in Türsicherung zu investieren und ein neues Türschild nachzurüsten.

Einsteckschloss mit automatischer Verriegelung

Von einem Einsteckschloss spricht man bei allen Türschlössern, die in den Türrahmen geschoben und dort verankert werden. Weitere Information zum Aufbau eines Einsteckschlosses findest Du hier. Einige Anbieter haben für Einsteckschlösser bereits automatische Verriegelungen im Angebot. Als Türsicherung sind diese insofern gegenüber einfachen Einsteckschlössern vorzuziehen, da sie die Tür beim Zuziehen automatisch abschließen. Das heißt, dass nicht nur die Falle sondern auch der Riegel vorgeschoben werden.

Querriegel

Querriegel werden über die gesamte Länge der Tür angebracht. Dabei montiert man sie an der Seite der Tür, zu welcher diese aufgeht. Als Element der Türsicherung schützen Querriegel vor allem davor, dass die Tür aufgehebelt oder aus ihren Türangeln gedrückt wird, in dem der Querriegel einen zusätzlichen Widerstand darstellt. Die meisten Querriegel können mit einem Schließzylinder und entsprechendem Schlüssel verschlossen werden. Nur wenige Querriegel werden lediglich vorgeschoben. Bei einige Konstruktionen ist es möglich, den Querriegel ebenfalls von außen abzuschließen.

Stabile Tür und stabiler Türrahmen sind Grundvoraussetzung für die Türsicherung

Aufbau einer Tür mit verschiedenen Elementen zur Türsicherung

Aufbau einer Tür mit verschiedenen Elementen zur Türsicherung

Die meisten der vorgestellten Elemente zur Türsicherung nutzen die vorhandenen Strukturen der Tür und des Türrahmens. Nur bei entsprechender Stabilität und Qualität der Tür also, können auch die Türsicherungselemente greifen und vor einem Aufhebeln, Aufbrechen oder sonstigen zerstören der Tür schützen. Es lohnt sich daher, die folgenden Elemente der Eingangstür auf Herz und Nieren zu prüfen.

Das Schließblech


Das Schließblech ist quasi das Gegenstück zum Schloss und befindet sich am Türrahmen. Es gehört zu Grundausstattung einer Eingangstür dazu und nimmt die Falle und den Riegel in sich auf. Ist das Schließblech nicht stabil, oder der Türrahmen zu weich, kann die Tür auch wenn sie abgeschlossen ist leicht aufgebrochen oder aufgedrückt werden. Schließbleche unterscheiden sich außer in der Festigkeit des verwendeten Materials auch durch die Befestigung. Zumeist werden Schließbleche mit mehreren Schrauben im Türrahmen verankert.

Die Türbänder

In der Regel hat jede Tür mindestens zwei, eher sogar drei Türbänder. Die Türbänder dienen dazu, die Tür im Türrahmen zu befestigen und bewegbar zu machen, damit die Tür geöffnet und geschlossen werden kann. Ein Türband besteht aus zwei Teilen. Das obere Teil wird an der Tür befestigt, das Untere am Türrahmen. Um die Tür am Türrahmen zu befestigen, hängt man das obere Teil des Türbandes in das Untere. Sind Türbänder veraltet, schlecht verbaut oder von minderer Qualität können sie eine entscheidende Schwachstelle der Tür sein. In diesem Fall lässt sich die Tür leicht aufhebeln, oder durch eine aufwärts drückende Bewegung aus den Angeln heben.
Türbänder werden umgangssprachlich auch als Türscharniere bezeichnet. In der Regel ist diese Bezeichnung falsch, denn ein Türband besteht aus mehreren Komponenten, die es ermöglichen die Tür aus ihren Angeln zu heben, wohingegen ein Scharnier per Definition nicht zerlegbar, also einteilig ist.

Das Türblatt

Als Türblatt bezeichnet man die tatsächliche Türe, also den schwingenden, beweglichen Teil. Ist eine Tür einbruchhemmend, besteht sie aus stabilem Material das auch einer direkten Gewalteinwirkung Widerstand leisten kann. Einige Eingangstüren und Haustüren haben Glaselemente. Bei diesen ist besonders darauf zu achten, dass einbruchsicheres Glas verbaut ist und die Scheibe nicht einfach mit einem Brecheisen einschlagbar ist.

Der Türrahmen

Ein solider Türrahmen rundet die Türsicherung ab. Solide bedeutet in diesem Fall, ähnlich wie beim Türblatt, dass der Türrahmen aus festen und stabilen Materialien besteht. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass der Türrahmen fest mit der Wand verbaut ist und zwischen den beiden keine Leerräume bestehen. Abstände zwischen Türrahmen und Wand können Einbrecher ebenfalls nutzen, um mit einem Brecheisen Zutritt zu erlangen.

Worauf man bei der Türsicherung achten sollte

Natürlich wird der höchste Schutz der Tür dann erreicht, wenn alle der oben genannten Elemente zum Einsatz kommen. Wer allerdings nicht direkt eine neue Tür anschaffen kann oder ohnehin „nur“ Mieter einer Wohnung ist, kann die Türsicherung der eigenen vier Wände zumindest verbessern. Ausgehend von der Faustregel, dass Einbrecher eine Tür innerhalb von 5 Minuten öffnen können und ansonsten von ihr ablassen, sollten zumindest folgende Komponenten an der eigenen Eingangstür vorhanden sein:

  1. Ein Schließzylinder der VdS-Klasse A oder B, der sich sehr schwer aufbohren lässt. Dabei ist Vorsicht geboten, wenn nur auf einzelne Vorkehrungen angepriesen werden, wie: „Bohrschutz nach VdS Klasse A“. Teilzertifizierungen sind nämlich gar nicht vorgesehen.
  2. Ein solides Türschild, das den Zylinder zusätzlich schützt.
  3. Ein Querriegel, der den besten Schutz dagegen bietet dass die Tür aufgebrochen wird.

Die gesamte Türsicherung wird allerdings hinfällig, wenn ein offenes Fenster oder ein verlorener Schlüsse mit Adressanhänger dazukommen. Daher sollte man sich immer lieber doppelt absichern. Wie Du Fenster am besten vor Einbrechern schützt, erklären wir Dir hier. Bei der Identifizierung der Schwachstellen der eigenen Wohnungstür kann Dein lokaler Schlüsseldienst Dir behilflich sein. Die Schlüsseldienstmitarbeiter kenn sich bestens mit den einzelnen Komponenten der Tür aus. Gerne vermitteln wir Dir einen Kontakt zu einem seriösen Schlüsseldienst in Deiner Nähe für einen Beratungstermin. Kontaktiere uns einfach per Mail.
Wenn Du Dich ausgesperrt hast, helfen wir Dir einen Schlüsseldienst in Deiner Nähe zum Festpreis zu finden. Unsere Schlüsseldienst-Partner können auch speziell geschützte Türen öffnen, um Dich wieder in Deine eigenen vier Wände zu lassen. Einen Schlüsseldienst zum Festpreis kannst Du über unsere Startseite bestellen.