Schlüssel verloren und nun? Die besten Tipps auf einen Blick!

Es trifft Dich immer plötzlich und unerwartet. Du greifst in die Tasche und er ist weg – wenn man einen Schlüssel verloren hat, steht man vor der verschlossenen Tür und ärgert sich. Nicht nur, weil man nicht mehr in das eigene Haus oder in die eigene Wohnung gelangt, sondern man ärgert sich auch bereits von Anfang an über die jetzt wahrscheinlich anfallenden Kosten für den Schlüsseldienst. Einen seriösen Schlüsseldienst zum Festpreis kannst Du einfach und schnell auf unserer Startseite bestellen. Wenn Du allerdings etwas Zeit und eventuell auch hilfsbereite Nachbarn mit Werkzeugkoffer zur Hand hast, haben wir ein paar einfache Tipps, mit denen Du Deine Tür eventuell auch selbst öffnen kannst.

Achtung: Wohnst Du in einer Mietwohnung, solltest Du zuallererst den Vermieter über Deine Lage informieren und einen etwaigen Werkzeugeinsatz abklären. Sollte dabei die Tür zu Schaden kommen, ist man als Mieter verantwortlich. Ein seriöser Schlüsseldienst kennt die besten Aufsperrtechniken, um eine Wohnungstür möglichst schadenfrei zu öffnen. Über die Techniken des Schlüsseldienstes informieren wir hier.

Fünf Dinge, die man prüfen sollte, wenn man den Schlüssel verloren hat

Hat man seinen Schlüssel verloren, verfällt man meist in Hektik. Es hilft oft, erst einmal tief durchzuatmen und sich anschließend der folgenden Punkte zu vergewissern:

1 Hast Du tatsächlich Deinen Schlüssel verloren?

Oftmals steckt der Schlüssel nur ausnahmsweise in einer anderen Tasche. Deshalb zuerst die Taschen entleeren oder zum Beispiel im Auto nachsehen.

2 Liegt der Schlüssel noch in der näheren Umgebung?

Auch beim Treppensteigen, dem Aussteigen aus dem Auto, beim Entnehmen der Post oder Wegwerfen des Mülls kann der Schlüssel aus der Tasche gefallen sein. Die nähere Umgebung zunächst gründlich und mit wachen Augen absuchen, kann bares Geld sparen.

3 Wurde Dein Schlüssel bereits gefunden und kann an einem der letzten besuchten Orte abgeholt werden?

Gerade wenn man von der Arbeit, vom Shoppen oder aus einem Café nach Hause kommt, kann sich ein Anruf am zuletzt besuchten Ort lohnen. Kollegen und Mitarbeiter von Shops und Restaurants sind mit Sicherheit gerne bereit, einen Blick auf den zuvor belegten Platz zu werfen.

4 Ist eventuell ein Verwandter oder Bekannter in der Nähe, der über einen Ersatzschlüssel verfügt?

Meist denkt man gar nicht an diesen einen Ersatzschlüssel, den man für den Fall der Fälle bei der Nachbarin im 5. Stock hinterlegt hat. Deshalb einmal überlegen: Wer hat die weiteren Wohnungsschlüssel? Eventuell gibt es auch eine Haushaltshilfe, die einen Schlüssel hat.

5 Ist vielleicht ein Fenster oder eine Balkontür offen bzw. gekippt?

Wohnt man etwa im Erdgeschoss und entdeckt ein offenes Fenster, lohnt sich der Versuch, so in die Wohnung zu gelangen. Gerade gekippte Fenster lassen sich, sofern sie nicht mit einer Fenstersicherung ausgestattet sind, auch für ungeübte Hände vergleichsweise leicht öffnen. Falls man so versuchen will in die Wohnung zu kommen, ist es sinnvoll, vorher die Nachbarn zu informieren. Nicht, dass auf einmal die Polizei hinter einem steht.

6 Erkundige Dich nach ein paar Tagen im örtlichen Fundbüro

Wenn man in der Zwischenzeit über einen Zweischlüssel in die Wohnung gelangt ist, sollte man nach ein paar Tagen im Fundbüro anfragen. Ein Fundbüro gibt es meist für jeden Stadtteil. Auch der öffentliche Nahverkehr hat eins. Vielleicht wurde der Schlüssel in der Zwischenzeit gefunden und man spart sich das Geld, einen Schlüssel nachmachen zu lassen.

Wie man ein gekipptes Fenster von außen öffnet

Wer den Schlüssel verloren hat, aber ein gekipptes Fenster vorfindet, kann sich glücklich schätzen: Die Kosten für den Schlüsseldienst lassen sich in diesem Fall nämlich schnell und einfach sparen. Alles, was man zum Öffnen eines gekippten Fensters benötigt, ist eine ausreichend lange Schnur. Diese kann man sich sicher problemlos beim Nachbarn leihen. Alternativ kann man auch einen Schnürsenkel umfunktionieren. Zum Öffnen geht man dann wie folgt vor:

  • Zuerst knotet man an das eine Ende der Schnur eine Schlaufe, so dass man eine Art Lasso hat.
  • Nun fängt man den Griff mit der Schlaufe ein und führt die Schlaufe möglichst zur Griffmitte. Das geht mit einer relativ festen Schnur deutlich leichter als mit einem Bindfaden. Am einfachsten geht es mit einem dünnen Draht.
  • Die Schnur führt man anschließend über den Fensterrahmen bis zu der Stelle, die dem Fenstergriff gegenüberliegt und hält sie etwas auf Spannung.
  • In dieser Position lässt sich das Fenster nun öffnen, wenn man den Schlüssel verloren hat. Dazu drückt man das Fenster fast zu, während man am Schnurende zieht. Der Griff wird so beim Schließen gedreht und das vorher gekippte Fenster ist offen!

Vorsicht: Diesen Trick nutzen natürlich auch Einbrecher gerne, um in einem unbeobachteten Moment in eine Wohnung einzubrechen. Es lohnt sich daher, in Fenstersicherungen zu investieren. Auf unserer Seite zur Fenstersicherung findest Du Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten.

Alte Türen und Schlösser selbst öffnen

Wer eine alte Wohnungstüre hat, kann Glück haben. Grade in Altbauten können Türen, die nur zugezogen wurden leicht mit einer Scheckkarte oder einem Stück Draht geöffnet werden. Um eine Tür mit Scheckkarte zu öffnen, schiebt man die Scheckkarte oberhalb des Schlosses zwischen Tür und Türrahmen. Dann führt man die Scheckkarte langsam an der Tür hinunter. So kann man mit etwas Herumprobieren den Riegel eindrücken und die Tür öffnen.

Man kann auch versuchen, einen Draht in das Türschloss einzuführen. Dafür dreht man den Draht am besten so, dass er an einem Ende leicht gebogen ist. Das gebogene Ende führt man dann in das Schloss ein und versucht so, die Stifte des Schlosses herunterzudrücken und den Schließzylinder zu drehen.

Achtung: Wenn der Draht im Schloss abbricht, hat der Schlüsseldienst es nachher beim Öffnen schwerer. Daher lieber vorher aufhören, bevor wegen eines komplett verklemmten Drahtes noch das ganze Schloss getauscht werden muss.

Wenn alle Stricke reißen: Wir vermitteln Dir einen seriösen Schlüsseldienst

Wir vermitteln Dir einen seriösen und lokalen Schlüsseldienst zum Festpreis. Fülle dafür einfach unser Formular auf der Startseite aus und wir melden uns bei Dir zurück. Falls Du einmal doch auf eigene Faust einen Schlüsseldienst suchen musst, beachte diese fünf Hinweise, um Dich vor unnötig hohen Kosten zu schützen.

  • Suche einen Schlüsseldienst aus der nahen Umgebung. Dieser hat geringere Anfahrtszeiten und berechnet Dir im Zweifel auch eine geringere Anfahrtspauschale.
  • Frage bereits am Telefon nach, mit welchen Kosten Du rechnen musst und wie Du diese bezahlen sollst. So kommen keine Überraschungen auf Dich zu. In einer Großstadt kannst Du mehrere Angebote miteinander vergleichen. Über unsere Webseite kannst Du Schlüsseldienste übrigens zu einem Festpreis bestellen.
  • Erkundige Dich über die genutzten Aufsperrtechniken und frage nach einer zerstörungsfreien Öffnung. Kann der Schlüsseldienst diese nicht garantieren, versichere Dich, dass Du über etwaige Mehrkosten informiert wirst, bevor der Schlüsseldienst die Tür aufbricht.
  • Frag nach, ob der Schlüsseldienst im Zweifel einen Ersatzzylinder einbauen kann. Falls die Tür aufgebrochen werden muss, sollte der Schlüsseldienst sicher stellen können, dass die Wohnung wieder verschließbar ist.

Nach dem Schlüsselverlust ist vor dem verlorenen Schlüssel

Es gilt: Vorsorgen. Für zukünftige Fälle verlorener Schlüssel oder zugezogener Wohnungstüren hilft es, einen Schlüssel an einem sicheren Ort zu deponieren. Wenn Du Dich ausgesperrt hast, kannst Du Dir dann leichter selbst weiterhelfen. Oft sagt man zwar „Das passiert mir nie wieder!“, doch dann ist man wieder in Eile oder man achtet für einen Moment nicht auf die Handtasche und es ist zum zweiten Mal passiert.

Gute Orte für den Zweitschlüssel

Für den Zweitschlüssel gibt es viele gute Orte. Man kann einen Ersatzschlüssel beim Nachbarn deponieren. Das ist auch dann hilfreich, wenn während eines Urlaubs jemand nach dem Rechten sehen soll. Alternativ kann es sich lohnen, einen Ersatzschlüssel zum Beispiel im Spind des Büros aufzubewahren. Ebenso kann man Zweitschlüssel bei Freunden deponieren oder im Auto hinterlegen. Wenn man einen Zweitschlüssel im Auto liegen lässt, sollte dieser allerdings von außen nicht sichtbar abgelegt sein und auch das Auto möglichst nicht in der Hauseinfahrt parken. In manchen Mehrfamilienhäusern ist es auch üblich, dem Hausmeister oder Verwalter ein Exemplar zu überlassen.

Hier solltest Du Deinen Schlüssel nicht verstecken

Achtung: Wenn Du Deinen Zweitschlüssel fahrlässig versteckst, können Einbrecher leicht Zutritt zu Deiner Wohnung erlangen. In solchen Fällen zahlt unter Umständen auch Deine Versicherung nicht. Deshalb einen Ersatzschlüssel nie in direkter Nähe zur Tür hinterlegen. Künstliche Steine mit Schlüsselversteck werden von Dieben leicht erkannt und auch unter Blumenkübeln oder der Fußmatte kann jeder Fremde problemlos nachsehen.

Was gibt es sonst noch zu beachten, wenn man einen Schlüssel verloren hat?

Nicht nur als Mieter, auch als Angestellter mit einem Schlüssel für die Räumlichkeiten des Arbeitgebers, sollte man unbedingt eine Haftpflichtversicherung abschließen, die einen etwaigen Schlüsselverlust abdeckt. Im Eigenheim muss im Regelfall keine teure Schließanlage ausgewechselt werden – Ersatzzylinder sind im Vergleich dazu sehr günstig. Ein Arbeitgeber oder Vermieter wird im Zweifelsfall allerdings eine komplette Schließanlage erneuern müssen, was schnell horrende Kosten verursacht.

Besonders wichtig ist, dass man den Schlüsselverlust nicht verschweigt. Sowohl Mieter wie auch Arbeitnehmer sind dazu verpflichtet, Arbeitgeber und Vermieter zu informieren, wenn sie einen Schlüssel verloren haben. Andernfalls kann das Verschweigen im Ernstfall zu weiteren Schadenersatzansprüchen führen. Meist wurde auch bei Schlüsselübergabe ein Protokoll ausgefüllt, das die Anzahl und Art der übergebenen Schlüssel festhält. Es ist also nicht möglich, den Verlust eines Schlüssels zu verschweigen.

Wichtig zu wissen ist, dass ein Austausch der kompletten Schließanlagen nicht grundsätzlich verlangt und in Rechnung gestellt werden kann, wenn ein Schlüssel verloren geht. Es kommt hierbei auf den Einzelfall an und es muss die begründete Annahme im Raum stehen, dass der jeweilige Finder den Schlüssel zuordnen und somit missbrauchen kann. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die zugehörige Adresse auf dem Schlüssel oder auf einem Anhänger am Schlüssel vermerkt war. Wer jedoch sicher weiß, dass der Schlüssel zum Beispiel versehentlich in einen Fluss gefallen ist, hat nichts zu befürchten.