Die Tür ist zu, wen ruft man an: Schlüsseldienst oder Feuerwehr?

Wenn man vor verschlossener Tür steht, ist die Aufregung oft groß. Egal ob man seinen Schlüssel verloren hat oder lediglich den Schlüssel in der Wohnung liegen gelassen hat, das Problem ist das Gleiche: Die Wohnungstür ist zu und muss schnellstmöglich wieder auf. Ob man, wenn man sich ausgesperrt hat, Schlüsseldienst oder Feuerwehr ruft, sollte man von der Situation abhängig machen. Tatsächlich kann man bei verschlossener Tür durchaus die Feuerwehr rufen, wenn die Umstände das erfordern.

In diesen Situationen rufst Du am besten die Feuerwehr

Die Feuerwehr erfüllt eine wichtige Schutzfunktion und rettet im Ernstfall Leben. Daher sollte man sie auch nur dann rufen, wenn es wirklich erforderlich ist. Das kann durchaus auch eine Situation sein, in der man vor einer verschlossenen Tür steht. Nämlich immer dann, wenn hinter der Tür gerade ein Brand entstehen könnte oder auf sonstige Art und Weise ein Menschenleben in Gefahr ist. Wenn man also den Kochtopf noch auf dem Herd stehen hat oder auch wenn ein Baby alleine in der Wohnung ist, kann man die Feuerwehr rufen. Die Feuerwehr erreicht man 24 Stunden lang, sieben Tage die Woche unter der Notrufnummer 112. Weitere Beispiele, bei denen man sich ausgesperrt hat und die Feuerwehr rufen kann, sind:

  • Es befindet sich eine Seniorin / ein Senior in der Wohnung, der nicht auf die Klingel, Telefonanrufe, oder auf Klopfen und Rufen reagiert
  • Das Wasser, zum Beispiel in der Badewanne, läuft noch und es besteht Überschwemmungsgefahr
  • Eine oder mehrere Kerzen brennen und es besteht Brandgefahr

Vorteile der Türöffnung durch die Feuerwehr

Die Feuerwehr ist meist schneller vor Ort als der Schlüsseldienst. Die Wartezeit ist also deutlich kürzer und wenn Gefahr in Verzug ist, hat man auch direkt die richtigen Ansprechpartner vor Ort. Das sind die größten Vorteile der Türöffnung durch die Feuerwehr.

Nachteile der Türöffnung durch die Feuerwehr

Kommt die Feuerwehr, um die Tür aufzumachen, wenn man sich ausgesperrt hat, spricht man von einer Notfalltüröffnung. Die Feuerwehr geht in solchen Fällen allerdings nicht grade glimpflich mit der Haustür um, sondern verschafft sich oft gewaltsam Zutritt. Das ist der größte Nachteil der Türöffnung durch die Feuerwehr. Man spricht auch von einer Türöffnung mit Unfallverdacht. Dabei kommen häufig hydraulische Türöffner, Äxte und ähnliche Gerätschaften zum Einsatz. Achtung: Wenn kein Ernstfall vorliegt, kann die Feuerwehr den Einsatz in Rechnung stellen. Schnell summieren sich die Kosten auf mehrere hundert Euro.

Doch auch wenn eine Notsituation vorliegt, können die Feuerwehr-Einsatzkosten weiter belastet werden, nämlich dann wenn Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorliegt. Von Vorsatz wird immer dann ausgegangen, wenn die Notlage bewusst herbeigeführt wurde. Dazu zählen auch Fälle, in denen die Feuerwehr zu einer Türöffnung ausrückt, weil die Notsituation nicht eindeutig oder falsch beschrieben wurde – darunter fallen auch Scherzanrufe. Allein die Einsatzkosten betragen je nach eingesetztem Fahrzeug oft zweistellige Beträge pro Minute. Hinzu kommen oftmals noch saftige Geldbußen.

Sehr differenziert wird hingegen Fahrlässigkeit betrachtet. Wer beim Kochen mit Fett schnell den Müll herausbringt und dann vor verschlossener Tür steht, sollte zwar auch die Feuerwehr rufen, muss aber sehr wahrscheinlich dafür bezahlen. Schubst hingegen ein Kleinkind die Eingangstür hinter dem unachtsamen Babysitter zu, drücken viele Gemeinden ein Auge zu.

In diesen Situation rufst Du den Schlüsseldienst

Bedarf es lediglich einer normalen Türöffnung, empfiehlt sich der Anruf bei einem seriösen Schlüsseldienst. Eine normale Türöffnung liegt immer dann vor, wenn eben keine Gefahr in Verzug ist, kein Notfall besteht, keine Brandgefahr vorliegt, etc. Ob dann der Schlüssel im Schloss abgebrochen ist, der Schlüssel gestohlen wurde oder man sich durch unachtsames Zuziehen der Tür ausgesperrt hat, ist erst einmal egal.

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