Alarmanlage zur Haussicherung – Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Eine Alarmanlage gehört zu den effektivsten Methoden der Haussicherung. Immerhin schützt sie nicht nur das jeweilige Gebäude, sondern auch die Personen, die sich in ihm aufhalten. Die Alarmanlage ist dabei gleich auf mehrere Arten effektiv: Zum einen dient sie dem Präventivschutz, da abgeschreckt wird und so vor allem Einbrüche und zum Teil auch Überfälle verhindert werden. Zum anderen informiert sie je nach Ausführung direkt die Polizei oder private Sicherheitsdienste und macht in, außer im Fall einer stummen Alarmanlage, auch die unmittelbare Nachbarschaft aufmerksam. In Ihrer Funktionsweise sind Alarmanlagen daher besonders schnell und effektiv und verringern so zusätzlich die Zeit, die etwaigen Tätern für ihre Einbruch zur Verfügung steht.

Auf dem Markt gibt es heute eine Vielzahl verschiedener Modelle, Ausführungen und Alarmanlagen-Funktionsweisen. Mit den nachfolgenden Informationen gewinnt ihr den ersten Überblick über gängige Alarmanlagentypen und lernt, worauf man beim Kauf einer Alarmanlage achten sollte.
Eine Alarmanlage mit visuellem und akustischem Alarm an einer Hauswand

Eine Alarmanlage mit visuellem und akustischem Alarm an einer Hauswand

Alarmanlagentypen

Grundsätzlich erfüllen Alarmanlagen einen von zwei Zwecken: entweder dienen sie der Einbruchserkennung und -meldung, oder der Überfallerkennung und -meldung. Alarmanlagen welche zum Schutz vor Einbrüchen eingesetzt werden, lösen sich in der Regel automatisch bei unbefugtem Zutritt aus und geben zum Beispiel einen akustischen oder einen stummen Alarm ab. Alarmanlagen zum Schutz bei Überfällen werden in der Regel manuell ausgelöst und sind vor allem in Banken, Juweliergeschäften und dergleichen eingesetzt um im Falle eines Überfalls die Polizei zu alarmieren. Diese zwei Alarmanlagentypen werden auch als Kombination verkauft.

Beide Alarmanlagentypen arbeiten nach dem Prinzip der Zwangsläufigkeit: sie lassen sich nur dann scharf schalten, wenn sämtliche Melder den richtigen Zustand an die jeweilige Zentrale melden. Dadurch werden defekte bereits beim scharf stellen der Alarmanlage entdeckt und nicht erst dann, wenn ein Überfall oder ein Einbruch bereits geschehen sind.

Die in Alarmanlagen eingesetzte Technik kann wie folgt kategorisiert werden

  • Die Gleichstromtechnik: Bei der Gleichstromtechnik fließt zwischen zwei Punkten der Alarmanlage ein konstanter Strom. Die Spannung weist dabei einen konstanten Sollwert auf und wird fortlaufend gemessen. Bei Abweichungen von dem Sollwert aktiviert der jeweilige Melder den Alarm.
  • Die Bus-Technik: Bei der Bus-Technik werden die Melder in der Alarmanlage hingegen über mehrere Adern an die Zentrale angeschlossen, die der Stromversorgung und dem Datenaustausch dienen. Dabei erhält jeder angeschlossene Melder eine ID, über die in gleichmäßigen Abständen der Zustand z.B. per PC abgerufen wird.
  • Die Funk-Technik: Ebenfalls im Einsatz ist die Funk-Technik, bei der die Verkabelung der Bus-Technik durch ein Funksignal ersetzt wird. Bei einer Unterbrechung dieses Funksignals wird die Anlage ausgelöst.

Die Melder innerhalb der Alarmanlage können automatisch und nichtautomatisch funktionieren. Sie dienen den verschiedenen Überwachungstypen, d.h. der Außenhaut-, Fallen- und der schwerpunktmäßigen Überwachung.

Darauf liegt der Fokus verschiedener Alarmanlagen

Es ist hilfreich, einen Blick auf die verschiedenen Überwachungstypen von Alarmanlagen zu werfen: Es gibt Außenhaut- Fallen- schwerpunktmäßige Überwachung.

Von Außenhautüberwachung spricht man bei Alarmanlagen, welche alle Fenster und Außentüren eines Gebäudes umschließt. Dies geht sowohl mittels zentraler Systeme, als auch über einzelne Elemente wie zum Beispiel elektronische Fenstersicherungen. Hier findest Du weitere Informationen über Möglichkeiten zur Fenstersicherung.

Fallensicherung oder Fallen-Überwachung bei Alarmanlagen basiert meist auf Bewegungsmeldern innerhalb der Wohnung oder des Hauses. Nach Scharfschaltung melden diese Alarmanlagen, sobald eine Bewegung innerhalb des Gebäudes erkannt wurde.

Von Schwerpunkt-Überwachung spricht man bei Alarmanlagen, die sich nur auf eines oder wenige Elemente eines Gebäudes beschränken. So kann eine Schwerpunkt-Alarmanlage zum Beispiel lediglich aus einer elektronischen Türsicherung bestehen, oder aber nur einen bestimmten Teil des Hauses Bewegungsüberwachen.

Vorbereitung auf den Alarmanlagenkauf

Das Angebot auf dem Markt ist vielfältig, allein im Netz findet man eine Vielzahl verschiedene Anbieter und noch mehr Modelltypen. Es lohnt sich daher, vor dem Kauf einer Alarmanlage die eigenen Bedürfnisse klar zu formulieren und sich über die verschiedenen Funktionsweisen zu informieren. Auch eine Beratung durch einen seriösen Schlüsseldienst (hier findest Du Informationen darüber, was einen seriösen Schlüsseldienst ausmacht). oder eine private Sicherheitsfirma kann sich lohnen, da lokale Anbieter oftmals wissen, welche Arten von Einbrüchen in der Vergangenheit im Viertel stattgefunden haben und wo die Schwachstellen einer Wohnung oder eines Hauses liegen. Auch die Polizei bietet zum Teil Beratungen zur Prävention von Einbrüchen an. Generell sollte man bei der Haussicherung nicht nur auf eine Alarmanlage setzen, sondern Fenster und Türen auch unabhängig auf ihre Sicherheit prüfen.

Zertifizierungen und Normen

Wer eine Alarmanlage kaufen will, sollte vor allem auf die jeweilige Zertifizierung nach DIN EN 45011 achten. Denn nur eine solche Alarmanlage wurde in allen Teilen geprüft und erfüllt die höchsten Ansprüche. Vor allem fordern auch viele Versicherer eine so zertifizierte Alarmanlage, um bestimmte Vermögenswerte überhaupt mit einer Police abdecken zu können.

Für die jeweils besten Ergebnisse bei der Haussicherung sollte man allerdings auch auf die VdS-Klasse schauen. Das VdS-Sigel steht für „Vertrauen durch Sicherheit“ und die damit gekennzeichneten Produkte kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein mittleres bis hohes Risiko vorliegt. Die Einteilung erfolgt dabei in die Klassen A, B und C. Wobei bereits Klasse A für eine Alarmanlage steht, die sowohl nationale wie auch internationale Anforderungen übertrifft.

Welche Alarmanlage ist die Richtige?

Bei einer Kaufentscheidung sollte man sich über den Einsatzzweck Gedanken machen, diesen allerdings zunächst nicht zu eng fassen. Zwar reicht eine reine Einbruchmeldeanlage als Alarmanlage für ein privatgenutztes Einfamilienhaus sicherlich aus, dennoch kann es sich lohnen eine Kombination aus Überfallalarm und Einbruchsicherung in die Auswahl mit einzubeziehen, da die Kostenunterschiede zum Teil gering sind. Ebenso sollte man die Auswahl zwischen einer Schwerpunkt-Alarmanlage, Fallen-Überwachung oder einer Außenhaut-Alarmanlage treffen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass auf die Einhaltung der DIN geachtet wird. Nicht zuletzt rät auch die Polizei, unbedingt auf diese Zertifizierung zu achten. Bei der VdS-Klasse sind hingegen die Klassen A und B in den allermeisten Fällen ausreichend.

Schließlich sollte man keine reine Preisentscheidung treffen, denn eine Alarmanlage dient der Sicherheit. Und sie muss im Ernstfall zuverlässig arbeiten. Bei günstigen Modellen ist das eventuell nicht garantiert und sie können mitunter zu Fehlalarmen neigen. Einbrüche stellen neben einer finanziellen Belastung immer auch eine psychische Belastung dar, deren Verhinderung Priorität haben sollte.

Wartung und täglicher Gebrauch

Die meisten Alarmanlagen für den Privatgebrauch sind wartungsarm und weisen frühzeitig auf Fehler im System hin. Überprüfungszeiträume sollten trotzdem jederzeit eingehalten werden, um einen einwandfreien Betrieb der Alarmanlage im Ernstfall sicherzustellen.

Falls Du Dich bei scharf gestellter Alarmanlage ausgesperrt hast, kann unser Schlüsseldienst zum Festpreis dir weiterhelfen. Wichtig ist nur, dass Du den Schlüsseldienst zu Beginn informierst, dass eine Alarmanlage vorhanden und angeschaltet ist. Dann können gemeinsam mit dem Schlüsseldienst gegebenenfalls die Polizei oder auch die Nachbarn vorgewarnt werden, damit kein Fehlalarm ausgelöst wird.